Projektwoche zur Nachhaltigkeit: intensiv, informativ, kreativ, digital und ein Spaß!
- Cora Lea Vollmer

- Jul 10
- 3 min read
Es ist die letzte Woche vor den Ferien. Die Uhr tickt, während Schüler und Schülerinnen sich auf die Sommerpause und noch ein letztes besonderes Projekt an der Schule vorbereiten. Aber eine Woche vor den Sommerferien noch zu arbeiten, ist doch langweilig, oder?
Das Kollegium der RSH entschied sich im Frühling, eine Projektwoche wieder einzuführen. Schon zum 50. Jubiläum der Schule hatte es eine ähnliche Woche gegeben. Die Hoffnung war, dass die Schüler*innen durch neue Lernformate mehr Interesse an Projektarbeit zeigen und vielleicht auch in der letzten Woche vor den Ferien noch motiviert mitarbeiten.
Das Konzept ging auf: Gleich am ersten Tag herrschte im Schulgebäude geschäftiges Treiben. Die Klassen bekamen ihre Projekte zugeteilt, es wurde diskutiert, geplant und organisiert. Überall liefen Schülerinnen durch die Flure, holten Materialien und warfen neugierige Blicke in die anderen Projekte. „Ich finde es gut, da wir Dinge praktisch lernen und praktisch machen“, sagte ein Schüler. Anscheinend gefallen den Schülerinnen diese Lernformate sehr.
Die Themen sind vielfältig: Von Mülltrennung bis Fahrradfahren, von Fast Fashion bis Holzbau, von Spielen ohne Strom bis hin zum Wetterballon – Nachhaltigkeit zeigt sich in vielen Facetten. „Man kann auch, ohne das Klima zu beeinträchtigen oder CO₂ auszustoßen, von A nach B kommen“, erklärte ein zehnjähriger Teilnehmer stolz im Projekt „Fahrrad“. Tatsächlich waren einige Gruppen sogar außerhalb des Schulgebäudes unterwegs: Das Fahrradprojekt radelte durch Wald, Felder und Straßen, die Gruppe „Nachhaltig reisen in Bielefeld“ besuchte den Obersee, die Sparrenburg und einen Aussichtsturm in Senne, während das Projekt „Essen“ gemeinsam mit Lehrkräften einen Bauernhof erkundete. „Man könnte Sachen nicht nur unnötig in Plastik verwickeln, sondern auch nachhaltig verpacken, wie zum Beispiel in abbaubare Stoffe“, meinte ein 15-jähriger Schüler nachdenklich.
Besonders praktisch ging es beim Holzbau zu. Dort wurde gesägt, geschliffen und diskutiert. „Es macht sehr viel Spaß, an diesem Parcours zu bauen, weil ich Fahrradfahren sehr mag und es mich freut zu sehen, wenn Menschen Spaß an etwas haben, was ich gebaut habe“, sagte ein 14-jähriger Schüler begeistert. Die Gruppe soll sogar noch mit ihrer Lehrkraft in eine Werkstatt gehen, um weitere Materialien zu besorgen.
Im Biologieraum arbeiteten andere an ihrem Fast-Fashion-Projekt. „Fast Fashion ist nicht so gut für die Umwelt, und hier lernen wir auch, was man wie und wann wiederverwenden kann. Das ist wichtig und gut für unsere Umwelt“, erklärte ein Schüler. Manche machten Notizen, andere bereiteten Präsentationen vor, und wieder andere lenkten den Lehrer charmant ab. Besonders spannend fanden viele Secondhand-Läden – wer schon dort war, empfahl sie weiter, wer noch nie dort war, wollte sie unbedingt ausprobieren.
Auch beim Projekt „Klima-Rallye“ herrschte gute Stimmung. Die Schüler*innen entwickelten verschiedene Stationen, manche mit Wasser, andere mit Luft. Im selben Gebäudeteil liefen parallel weitere Projekte, die genauso interessant und informativ waren.
Nicht nur informativ, sondern auch kreativ war das Projekt „Laken“. Eine Schülerin fasste es so zusammen: „Man muss nicht immer alles neu kaufen. Man kann zum Beispiel alte Sachen nähen oder durch Drucktechniken verschönern.“ Nebenbei lernten die Kinder nähen, drucken und sticken.
Digital wurde ebenfalls gearbeitet: Die „Schnitzeljagd ohne Schnitzel“ entstand komplett auf iPads, ganz ohne Papierverbrauch. „Ich freue mich, die Schnitzeljagd, die wir vorbereitet haben, andere machen zu lassen“, sagte ein Schüler. Ziel war es, den neuen Fünftklässlern Spaß zu bereiten, ihnen Geländekenntnisse zu vermitteln und spielerisch neues Wissen zu vermitteln. „Wir wollen neues Wissen bei den neuen 5. Klassen aneignen“, hieß es dazu von den Teilnehmenden.
Die Projektwoche war damit nicht nur lehrreich, sondern auch abwechslungsreich, kreativ und nachhaltig. „Es ist zwar manchmal anstrengend, aber es macht uns allen und mir auch vor allem sehr Spaß“, fasste ein Schüler seine Erfahrung zusammen. Und genauso wie sich die Kinder auf die Präsentationen ihrer Projekte freuen, freuen sich alle schon jetzt auf die Sommerferien – und den wohlverdienten Urlaub.















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