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Feminismus versus Männerhass: Warum dieser Vergleich irreführend ist

  • Writer: Jolina P
    Jolina P
  • Nov 25, 2025
  • 2 min read

Nach dem Lesen des Artikels der preisgekrönten Online-Schülerzeitung Blog im Blauen Land über das Thema „Feminismus oder Männerhass?“, fallen mir einige Indizien auf, die darauf hinweisen, dass Feminismus in diesem Text falsch und widerstand-hemmend beschrieben und verstanden wurde.

 

Um sich darüber eine Meinung bilden zu können, ist es vorerst wichtig, sich die Definition des Wortes „Feminismus“ genau anzuschauen. Denn Feminismus beschreibt nicht nur die Gleichberechtigung beider Geschlechter, sondern auch die Abschaffung der in die Gesellschaft eingebrannten patriarchalen Züge. 

 

So geht es einerseits um z.B. die gleiche Bezahlung beider Geschlechter, andererseits aber auch darum, einem Mann Rechte zu entziehen, wenn sie Frauen oder der Gesellschaft schaden. Das Patriarchat weist beispielsweise Frauen erniedrigende Haltung auf, die durch die feministische Bewegung abgeschafft werden soll. Es geht also grundsätzlich nicht darum, Frauen in der Art und Weise gleichzusetzen, Menschen erniedrigend und wertloser behandeln zu können, sondern es soll Männern genau diese Macht entziehen, und Frauen gleichzeitig die gleichen Chancen bieten. Außerdem kann Feminismus nicht annähernd ähnlich wie Männerhass sein, da Feminismus sich auch für Männer einsetzt, die unter dem Patriarchat leiden. 

 

Und genau da beginnt der grundlegende Unterschied zwischen Männer-Hass und Feminismus. Die patriarchale Ausbeutung und Hassverbreitung gegenüber Frauen geben Frauen nicht das Recht, diese mit Männern ebenfalls zu tun, das wäre Männerhass. Feminismus hingegen setzt sich für Abschaffung von Hass Verbreitung gegenüber jedem Menschen ein, nur aus dem Grund, dass Frauen unter dem Patriarchat großteilig leiden und diese patriarchale Gesellschaft männerdominiert und vorteilhaft gegenüber diesen ausgelebt wird, wird dies oft verwechselt.  

 

Auf Grund dieser Definition fallen mir klare Frauenverachtenden Strukturen auf. Bei dem Abschnitt „Frauen sind auch Teil des Problems“​ fällt nämlich auf, dass in der Art, wie Sachen geschrieben sind, immer noch Männerhass als Feminismus ähnlich ansieht. Die Grenze wird nämlich nicht immer dünner, da die Definitionen von Männerhass und Feminismus sich so stark unterscheiden, dass dieses regelmäßige Gleitstellen eine Kleinrede gegenüber dem Feminismus darstellt. Denn in dem Text geht es hauptsächlich darum, dass Männerhass nicht okay ist und Feminismus deswegen zu radikal aufgenommen wird. 

 

Der Text soll wahrscheinlich den Feminismus unterstützen, tut aber das genaue Gegenteil. Außerdem kann Feminismus nicht annähernd ähnlich wie Männerhass sein, da Feminismus sich auch für Männer einsetzt, die unter dem Patriarchat leiden. Denn das Patriarchat ist ein vor Jahrzehnten aufgebautes Konstrukt, das Männer in eine bestimmende und emotionslose Rolle drückt, in der die Gefühle von Männern oft untergehen.

 

Ebenfalls wird oft gesagt, dass Feminismus gleiche Rechte will, was nun einfach nicht stimmt, da das Patriarchat Männern Rechte gibt, die ihnen weggenommen werden sollten, und nicht auf Frauen übertragen werden sollen. Zum Beispiel die Möglichkeit, sich Frauen gegenüber übergriffig zu verhalten. (Das ist rechtlich illegal, jedoch gesellschaftlich durch das Patriarchat immer noch nicht so schwerwiegend angesehen, was die Strafverfolgung und die Folgen der Justiz oftmals beeinflussen.) 

 

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Text nicht den Feminismus definiert, erklärt oder mit dem Männerhass vergleicht, sondern Feministen die Schuld an Männerhass gibt, indem es Feminismus runtergespielt, statt klar zu sagen, dass die Interpretation von Feminismus in Männerhass einfach nur eine widerstands-kritisierende Menschengruppe betreffend so denkt. 


Ach ja, und dieser Text wurde nicht von Mr. ChatGPT geschrieben. Ich als Frau kann auch denken.

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