„Du gehörst nicht hierher“ – Alltagsrassismus, den viele nicht sehen wollen
- Niko Klemme

- Nov 12, 2025
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„War doch nur ein Witz!“, diesen Satz hört man oft, wenn jemand auf einen rassistischen Spruch hinweist. Doch was für den einen als Humor gilt, ist für den anderen eine schmerzhafte Erinnerung daran, nicht dazuzugehören.
Rassistische Sprüche sind kein Einzelfall. Zwei meiner besten Freunde sind dunkelhäutig, und ich habe sie gefragt, ob und wie sie mal einen rassistischen Spruch abbekommen haben. Jeder erzählte mir unterschiedliche, aber „Du bist nach Deutschland rübergeschwommen“,„Ihr hungert in eurem Land“, „Du schwarzer…“ und das N-Wort haben sie mir beide gesagt.
Es ist nicht einfach, als Ausländer oder als Deutscher mit Migrationshintergrund hier in Deutschland aufzuwachsen. Es ist aber noch schwieriger, wenn man dazu noch rassistisch beleidigt wird und einem ständig gesagt wird, dass man nicht hierher gehört.
Egal, ob man hell- oder dunkelhäutig ist: Die typischen rassistischen Sprüche gehen meistens gegen die Herkunft oder die Hautfarbe. In der Grundschule wurde ich als einziger „Deutscher“ (ohne Migrationshintergrund) tatsächlich als Kartoffelfresser, als Nazi und auch als Hitlers Blut bezeichnet. Diese Bezeichnungen sind nicht dasselbe wie das, was meine Freunde erfahren, aber sie zeigten mir, dass Ausgrenzung kein Spaß macht – sicherlich nicht, wenn andere nichts dagegen tun.
Viele Menschen merken gar nicht, dass sie etwas Rassistisches sagen, weil solche Aussagen tief in der Gesellschaft verankert sind. Sprüche wie „Das ist doch nur Spaß“ oder „So war das nicht gemeint“ zeigen, wie alltäglich Rassismus oft verharmlost wird. Doch Wörter können verletzen, weil sie Vorurteile weitergeben und Menschen in Schubladen stecken.
Wichtig ist, dass wir lernen, solche Aussagen zu erkennen und anzusprechen. Nur so kann sich etwas im Alltag, in der Schule, im Freundeskreis oder am Arbeitsplatz verändern. Jeder kann etwas gegen rassistische Sprüche tun. Es fängt damit an, dass man nicht mitlacht, sondern nachfragt oder darauf hinweist, dass solche Aussagen verletzend sind. Oft merken Menschen gar nicht, was sie mit ihren Wörtern anrichten. Wenn man ruhig erklärt, warum ein Spruch falsch ist, kann das mehr bewirken, als man denkt.
Besonders wichtig ist es, dass in Schulen und sozialen Medien über Rassismus gesprochen wird. Nur wenn man versteht, woher Vorurteile kommen, kann man sie abbauen. Niemand wird als Rassist geboren; solche Gedanken entstehen durch Erziehung, Medien und das Umfeld. Deshalb müssen wir lernen, anders miteinander umzugehen.
Rassismus beginnt mit Wörtern, aber er kann auch mit Wörtern bekämpft werden. Wenn wir respektvoller sprechen und zuhören, können wir Schritt für Schritt eine Gesellschaft schaffen, in der jeder Mensch gleichbehandelt wird.
Veränderung beginnt dort, wo Menschen hinschauen, statt wegzusehen.



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