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Was ist das beste Umfeld zum Lernen?

  • Writer: Maxim K
    Maxim K
  • 19 hours ago
  • 3 min read

Updated: 2 hours ago

Für viele Schülerinnen und Schüler ist Lernen etwas, das einfach passieren soll. Man setzt sich hin, schlägt ein Buch auf und hofft, dass der Stoff im Kopf bleibt. In der Realität hängt erfolgreiches Lernen aber stark vom Umfeld ab. Damit ist nicht nur der Klassenraum gemeint, sondern auch die Atmosphäre, die Menschen um einen herum und das Gefühl, das man beim Lernen hat.


Psychologische Studien zeigen seit vielen Jahren, dass das Umfeld entscheidend dafür ist, wie gut wir Informationen aufnehmen, verarbeiten und behalten können. Ein gutes Lernumfeld kann motivieren, Sicherheit geben und Stress verringern. Ein schlechtes Lernumfeld kann dagegen genau das Gegenteil bewirken.


Menschen lernen besser, wenn sie sich wohlfühlen und ernst genommen werden. Fehlen Selbstbestimmung, das Gefühl, etwas zu können, oder Zugehörigkeit, sinkt die Motivation deutlich.


Ein Schüler der RSH erzählt, dass er am besten lernt, wenn es ruhig ist und er nicht das Gefühl hat, ständig beobachtet oder bewertet zu werden. Er fühlt sich besonders in Klassen wohl, in denen Fehler erlaubt sind.


„Sobald ich Angst habe, etwas Falsches zu sagen, blockiert mein Kopf“, sagt er.

Dieses Gefühl kennen viele Lernende. Angst und Druck sorgen dafür, dass Stresshormone ausgeschüttet werden. Diese belasten das Gedächtnis, genau das Organ, das wir zum Lernen brauchen.


Neben der emotionalen Sicherheit spielt auch der Raum eine wichtige Rolle. Licht, Luft und Ordnung haben Einfluss auf die Lernleistung. Tageslicht hilft bei der Konzentration, frische Luft versorgt das Gehirn besser mit Sauerstoff und eine aufgeräumte Umgebung lenkt weniger ab.


Lernen ist also nicht nur Kopfsache, sondern auch körperlich. Eine Schülerin der RSH berichtet, dass sie sich in hellen Räumen mit genug Platz deutlich besser konzentrieren kann.

„Ich werde unruhig, wenn alles eng und laut ist. Zuhause lerne ich am besten an meinem Schreibtisch und nicht im Bett“, sagt sie.


Das Gehirn verbindet bestimmte Orte mit Arbeit oder Entspannung. Deshalb hilft es, zum Beispiel immer am gleichen Platz zu lernen.


Auch soziale Faktoren beeinflussen das Lernen. Ein respektvoller Umgang steigert nicht nur die Motivation, sondern auch die Leistung. Wenn man sich unterstützt fühlt, lernt man besser. Das heißt nicht, dass man immer in Gruppen arbeiten muss, sondern dass man weiß, dass Hilfe da ist, wenn man sie braucht.


Ein weiterer Schüler der RSH erzählt, dass ihn Lehrer besonders motivieren, wenn sie ruhig erklären und nicht sofort Druck machen. Er merkt sich Inhalte besser, wenn er das Gefühl hat, dass Lehrkräfte wirklich wollen, dass alle mitkommen. Dieses Gefühl von Wertschätzung stärkt das Selbstvertrauen und hilft beim Lernen.


Auch Mitschüler beeinflussen das Lernumfeld stark. In Klassen oder Lerngruppen, in denen ausgelacht oder ständig verglichen wird, ziehen sich viele zurück. In einer unterstützenden Gruppe trauen sich Lernende eher, Fragen zu stellen.


Eine Schülerin der RSH erzählt, dass sie früher Angst hatte, Fragen zu stellen, weil andere genervt reagierten. Inzwischen ist sie in einer Lerngruppe, in der alle offen miteinander umgehen. Seitdem schreibt sie bessere Noten, obwohl sie nicht mehr lernt als vorher. Der Unterschied liegt für sie im Gefühl von Sicherheit.


Neben der Schule spielt auch das private Umfeld eine Rolle. Erwartungen von Eltern oder Freunden können motivieren, aber auch Druck erzeugen.


Ein Schüler berichtet, dass er am besten lernt, wenn niemand ständig nachfragt, ob er schon fertig ist. Vertrauen macht ihn ruhiger, und dadurch strengt er sich automatisch mehr an. Innere Motivation und keine Angst vor Konsequenzen helfen beim Lernen.


Eine weitere Schülerin betont, wie wichtig Pausen für sie sind. Nach kurzen Bewegungspausen kann sie sich besser konzentrieren. Bewegung fördert die Durchblutung des Gehirns und hilft dabei, neue Informationen aufzunehmen. Langes Sitzen senkt dagegen die Aufmerksamkeit.


Wer sein Lernen verbessern will, sollte deshalb nicht nur den Lernstoff ändern, sondern vor allem die Bedingungen, unter denen gelernt wird.

 
 
 

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